Kategoriearchiv: Berichte Herren I 26/27

Auftaktniederlage für HSG-Herren

HSV Hockenheim – HSG Bruchsal/Untergrombach 33:27 (20:14)

Zum Auftakt in die neue Saison 2026/2027 mussten unsere Herren eine verdiente Niederlage beim HSV Hockenheim hinnehmen.

Nach ausgeglichenen Anfangsminuten zogen die Gastgeber bis zur Mitte der 1. Halbzeit deutlich davon (14:4). Unsere Mannschaft produzierte im Angriff zu viele Fehler und Fehlwürfe, was dem HSV, der mit hohem Tempo über die zweite Welle loslegte, in die Karten spielte. Bis zur Halbzeit berappelte sich die HSG und fand besser in das Spiel, dennoch wechselte man bei einem Rückstand von sechs Toren für die Neulen-Truppe die Seiten.

Die HSG startete gut in die zweite Halbzeit und verkürzte den Rückstand nach wenigen Minuten auf drei Tore (21:18). Eine komplette Wendung des Spiels war durchaus möglich, gelang unserer Mannschaft jedoch leider nicht. Nach einer Auszeit des Heimtrainers schlichen sich erneut Fehler im HSG-Spiel ein, wodurch der HSV den Abstand aus der Pause wiederherstellen konnte (24:18). Die HSG gab sich nicht auf und konnte den Torabstand unter zehn halten. Allerdings gelang es nicht mehr, den Sieg der Gastgeber zu gefährden.

So mussten unsere Herren nach Ende des 1. Saisonspiels ohne Punkte die Heimreise antreten. Insgesamt fing sich unser Team einfach zu viele Kontertore und Tore nach der zweiten Welle, was den Gastgebern besonders zu Beginn viel Sicherheit und Selbstvertrauen gab. Durch technische Fehler und einigen vergebenen Torchancen ermöglichte es die HSG dem HSV, sein auf Tempo ausgerichtetes Spiel aufzuziehen. Darüber hinaus fehlte es in der Abwehr an der nötigen Aggressivität und Geschlossenheit, was ihrerseits die gegnerische Mannschaft besser auf die Platte brachte. Letztendlich ist deutlich zu sehen, dass unsere Mannschaft noch nicht im Rhythmus ist und noch Zeit benötigt, um gegen solch einen Gegner, der mit dieser starken Leistung schon ein Statement zu Saisonbeginn gesetzt hat, zu bestehen.

Nach einem spielfreien Wochenende kommt es in der Bundschuhhalle Untergrombach zum Duell mit dem Mitabsteiger, dem TV Friedrichsfeld. Anwurf am 04. Oktober wird um 18 Uhr sein. Beim 1. Heimspiel hoffen wir auf viele Zuschauer und lautstarke Unterstützung.

Spieler HSG: Leon Mächtel & Nick Wilhelm (Tor), David Kolb (10/5), Max Weickum (5), Stefan Lamminger (4), Alex Klimovets (3), Jakob Lamminger (2), Bastian Hörner (2), Silas Keidel (1), Simon Heß, Manuel Zwecker, Florian Mohler, Tim Keller

Verabschiedungen HSG-Herren Teil 3

Zuletzt müssen wir uns auch von einem echten HSG-Urgestein verabschieden.
Jannik Schlegel hatte schon in jungen Jahren seine Handballkarriere, damals noch beim Stammverein TSG Bruchsal, begonnen. Nach seiner Jugendzeit war er dann schnell fester Bestandteil der Herrenmannschaften und trug mit Doppeleinsätzen in A-Jugend und 1./2. Mannschaft für eine Entspannung des damaligen personell gebeutelten Herrenbereichs bei. Darüber hinaus engagierte er sich stets vorbildlich mit vielen Helfereinsätzen im Vereinsleben. Auch in den schwierigen Jahren der HSG-Geschichte mit dem Abstieg in die damalige Kreisliga blieb er dem Verein treu und half beim Neuaufbau mit. Hoch anzurechnen ist ihm, dass er trotz seines Umzugs nach Heidelberg, wo es einige Handballvereine als Alternativen gegeben hätte, weiterhin der HSG angehörte und den mit dem langen Anfahrtsweg verbundenen hohen zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Aufwand für jedes Training und Spiel über viele Jahre in Kauf nahm. Solch eine Vereinsverbundenheit sieht man selten! Dass er sich jetzt dazu entschlossen hat, einen Schlussstrich unter seine HSG-Laufbahn zu ziehen, ist daher mehr als verständlich, aber auch sehr schade. Mit Jannik verlieren wir nämlich einen sowohl sportlich als auch menschlich wichtigen Bestandteil der Mannschaft. Als eigentlich gelernter Rückraumspieler half er die letzten Saisons am Kreis aus und hatte einen wertvollen Anteil an den Erfolgen der letzten Jahre. Mit seiner witzigen Art lockerte er den Trainingsalltag oft auf, ließ aber auch mal einen Schrei, wenn es nötig war. Wir können Jannik gar nicht genug für seinen Einsatz, trotz des räumlich weit entfernten Wohnorts, danken und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft. Wir hoffen, dass wir ihn das ein oder andere Mal bei unseren Heimspielen oder vielleicht auch bei unseren Auswärtsspielen bei ihm um die Ecke in Heidelberg wiedersehen werden.

Verabschiedungen HSG-Herren Teil 2

Mit Luis Benz müssen wir uns von einem Spieler verabschieden, bei dem man anfangs nicht gedacht hätte, dass er solch eine doch längere Laufbahn bei der HSG haben wird. Schon in frühen Jahren hatte er bei der HSG-Jugend mit dem Handball begonnen. Aber schon dort gab es mit dem Fußball eine Parallelsportart, der eine größere Bedeutung zukam und die Priorität hatte. Doch trotz der immer wieder aufkommenden Vermutungen, dass er aufhören und sich komplett dem Fußball widmen wird, blieb er dabei, auch weil er sich in seiner Jugendmannschaft so wohl fühlte. Als mit Kai dann ein Freund seiner Eltern das Traineramt bei den Herren übernahm, machte er auch nach Ende seiner Jugendzeit mit dem Handball weiter. Bereut hat er dies sicherlich nicht. Denn er war ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft, die zunächst in die Verbandsliga aufstieg und dann überraschend die Klasse halten konnte. Auch menschlich passte er mit seiner lockeren und stets gut gelaunten Art super in die Mannschaft. So gut wie im Handball, lief es allerdings (leider) auch im Fußball. So wird er ab kommender Saison in die Landesliga wechseln, wodurch er nun noch weniger Zeit für den Handball hat. Folglich ist es nun tatsächlich soweit, dass Luis seine Handballkarriere beenden wird. Auch bei dir bedanken wir uns für deinen immer vorbildlichen Einsatz und deine Zeit, die du trotz deiner zeitlich ebenfalls aufwendigen Parallelsportart für uns aufgewendet hast. Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner weiteren Fußballlaufbahn!

Verabschiedungen HSG-Herren Teil 1

Nach unserem Rückblick auf die Saison 2025/2026 der HSG-Herren wollen wir nun die Spieler in den Vordergrund stellen, von denen wir uns leider verabschieden mussten.

Beginnen wollen wir hier mit zwei Spielern, die leider nicht allzu lang das HSG-Trikot getragen, jedoch trotzdem ihre Spuren hinterlassen haben.

David Cara stieß in der Endphase der Saison 2024/2025 zu uns und half in den Relegationsspiele gegen Ebersbach/Bünzwangen mit, den Klassenerhalt in der Verbandsliga einzufahren. Auch in der vergangenen Saison war er Teil der Mannschaft, konnte allerdings studienbedingt nur selten trainieren. Aufgrund dessen hat er entschieden, seine kurze Laufbahn bei der HSG zu beenden. Vielen Dank, David, für deinen Einsatz, den du in deiner Zeit bei uns gezeigt hast!

Robin Hornberger wurde von Trainer Neulen in der Saison 2024/2025 ursprünglich als Aushilfstorwart für die Trainingseinheiten „engagiert“, machte dann aber aufgrund dem krankheitsbedingten Ausfall von N. Wilhelm tatsächlich das 1. Verbandsligaspiel in Schriesheim mit. Auch wenn er zunächst „nur“ ständiger Trainingsgast war, fügte er sich schon dort menschlich super in die Mannschaft ein und war ein ständiger Begleiter und Unterstützer. Als es in der Vorbereitung zur vergangenen Saison zu einigen Problemen auf der Torhüterposition kam, erklärte sich Robin dazu bereit, als fester Torhüter mit in die Saison zu gehen. Auch deshalb, weil er sich so wohl in der Mannschaft fühlte. Er hatte stets betont, dass die HSG-Truppe die geilste Mannschaft ist, der er in seiner Handballlaufbahn angehören durfte. Und so spielte er im hohen Handballalter tatsächlich noch einmal eine komplette Handballsaison und ließ sich auch durch zwischenzeitliche Verletzungsprobleme nicht wirklich stoppen. Auch in der Mannschaft brachte er sich vorbildlich ein; er organisierte unter anderem ein tolles Trainingswochenende in Freudenstadt. Die immer wieder auftretenden Verletzungsprobleme zwingen ihn jetzt dazu, endgültig mit dem Handball aufzuhören. Auch seine Familie wird sich freuen, dass er nun wieder mehr Zeit für sie haben wird. Ganz verschwinden aus den Hallen wird er nicht; seine Kinder sind in der HSG-Jugend aktiv. Robin, vielen Dank, dass du uns in einer angespannten Lage geholfen und dich so toll eingefügt hast. Wir werden dich im Trainings- und Spielalltag vermissen und freuen uns, dich zukünftig als Zuschauer begrüßen zu dürfen.

Saisonrückblick HSG-Herren

Das Ende der Saison 2025/2026 ist nun einige Wochen her. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal zurückschauen und die Spielrunde Revue passieren lassen.
Nachdem unsere Herren nach einer tollen 1. Verbandsligasaison und dem Erfolg in der Relegation gegen Ebersbach/Bünzwangen sensationell die Klasse halten konnten, war der Klassenerhalt erneut das klare Ziel. Dass dies eine Mammutaufgabe werden würde, war vor der Saison schon absehbar. Durch die Verbandszusammenlegung musste die halbe Oberliga der vorherigen Saison absteigen, wodurch der Verbandsliga deutlich an Qualität zugeführt worden war.
Dennoch startete die Neulen-Truppe zuversichtlich in ihre zweite Verbandsligasaison. Im ersten Saisonspiel beim TV Friedrichsfeld erhielt unsere Mannschaft nach einer schwachen Leistung allerdings den ersten Dämpfer. In den folgenden Wochen steigerte sich die HSG dann deutlich in ihren Leistungen und hielt gegen die Oberligaabsteiger und Topteams der Liga, insbesondere in eigener Halle, oft gut mit, schaffte es aber letztendlich nicht, Punkte mitzunehmen. Den 1. Saisonsieg fuhren die HSG-Herren dann am 16.11. gegen Neckarsulm ein. Zum Ende der Hinrunde war das rettende Ufer mit vier Punkten Rückstand noch in Reichweite.
Der Beginn der Rückrunde war dann leider geprägt von verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen, die unsere Mannschaft nur schwer auffangen konnte. So musste die HSG erneut einige Wochen auf den 1. Sieg in der Rückrunde warten, der dann am 08.03. gegen den Exoberligisten Weschnitztal gelang. Die HSG hielt weiterhin Kontakt zum rettenden Ufer, konnte jedoch den Rückstand nie auf weniger als vier Punkte verkürzen. So kam es, wie es kommen musste: durch eine knappe Niederlage in Mundelsheim war am 18.04. zwei Spieltage vor Schluss der Abstieg in die Landesliga besiegelt.
Im Voraus war klar: nur mit einer optimalen Saison wäre der Klassenerhalt möglich gewesen. Dass dies am Ende nicht gelang, hatte vielschichtige Ursachen.
Zum einen muss man sich eingestehen, dass die Qualität der Mannschaft schlussendlich nicht ausgereicht hat. Mithalten konnte die HSG grundsätzlich gegen jede Mannschaft der Liga, was die oft engen Spielverläufe zeigten. Jedoch reichte es zu oft am Ende nicht für Punkte, da unserem Team in der Crunchtime meist die Cleverness und Abgezocktheit fehlten. Zusätzlich machte sich insbesondere in den engen Spielen der bei vielen Mannschaften breitere Kader bemerkbar. Während bei uns viele Spieler, vor allem im Rückraum, fast durchspielen mussten, konnten die Exoberligisten von der Bank meist ohne großen Qualitätsverlust nachlegen. Zusätzlich zum doch eng besetzten Kader hatte die HSG ab Dezember immer wieder mit vielen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Über mehrere Wochen war nur eine kleine Trainingsgruppe beisammen, wodurch die Trainingsqualiltät deutlich zu leiden hatte. Dies war der Mannschaft dann auch in den Spielen anzumerken, ganz zu schweigen von den fehlenden Auswechselmöglichkeiten. Das Fehlen von zwei oder drei Stammspielern war für die HSG nicht aufzufangen. Ohne die vielen Ausfälle wären wohl mehr Punkte möglich gewesen. Ein weiterer Faktor war sicherlich auch das oftmals fehlende Spielglück. Unsere Mannschaft musste viele unglückliche Spielverläufe, in denen das Glück mehr aufseiten des Gegners war, hinnehmen. Als Beispiel sei hier die knappe Auswärtsniederlage nach einem tollen Auftritt beim Tabellendritten TSV Birkenau genannt, bei der unser Team Pfosten-/Lattentreffer in zweifacher Höhe akzeptieren musste. Zum fehlenden Spielglück kamen, und das gehört auch zur Wahrheit, mehrfach unglückliche Entscheidungen der Schiedsrichter hinzu. Einige knappe Spiele wurden von den Unparteiischen so mitentschieden.
Letztendlich lügt die Tabelle nicht; wenn eine Mannschaft am Ende einen der Abstiegsplätze belegt, ist der Abstieg am Ende verdient. Nach vielen Jahren, in denen es stets bergauf ging, war es eine schwere Saison, auch für unsere Zuschauer und das Vereinsumfeld. Dass wir von unseren treuen Fans weiterhin so toll untersützt und zu den teils langen Auswärtsfahrten in großer Zahl begleitet wurden, ist bemerkenswert. Vielen Dank dafür! Letztendlich bleiben aus zwei Jahren Verbandsliga viele schöne Momente und tolle Auftritte unserer Mannschaft in Erinnerung mit dem absoluten Highlight, dem Gewinn der Relegation im Mai 2025. Dies nimmt unseren Männern niemand mehr. Am Ende kann man festhalten, dass die HSG-Herren gezeigt haben, dass sie absolut berechtigt Teil dieser Liga waren und den Verein auf diesem Niveau super präsentiert haben. In der nach einer mit 26 Spielen erneut extrem langen Saison verdienten Sommerpause gilt es, die Saison abzuhaken, um Anfang Juli mit neuer Energie in die Vorbereitung auf die Landesligasaison 2026/2027 zu starten.